Regenerative Medizin

In vielen Bereichen der Medizin spielen heute regenerative und aus körpereigenen Zellen und Substanzen (autologe) hergestellte Therapieformen eine wichtige Rolle. Auch die Pferdemedizin beschäftigt sich seit Jahren intensiv in Forschung und Praxis mit dieser Thematik. Die Vorteile derartiger Therapieverfahren liegen im äußerst breiten Einsatzspektrum, einer sehr guten Verfügbarkeit und einer – dank der autologen Natur – ausgezeichneten Verträglichkeit ohne jegliche Nebenwirkungen.

Verschiedene Produkte für verschiedene Einsatzbereiche stehen zur Verfügung: Als körpereigener Entzündungshemmer dient der sog. Interleulkin-1- rezeptorantagonist (IRAP, Orthokin). Dieser kommt in erster Linie bei chronischen Gelenksentzündungen zum Einsatz. Zur Aufbereitung von IRAP sind ca. 24 Stunden notwendig. Die Herstellung und Aufbereitung wird im klinikeigenen Labor durchgeführt. Bei Sehnen- und Fesselträgerschäden erweisen sich körpereigene Wachstumsfaktoren als hilfreich. Diese sollen die Heilung von defektem Gewebe unterstützen, verbessern und beschleunigen. Sie werden unter dem Oberbegriff PRP (platelet rich plasma = Thrombozyten angereichertes Plasma) zusammengefasst. Die Herstellung von ACP ist im klinikeigenen Labor möglich, sodass Patienten sofort behandelt werden können. Vom Einsatz körpereigener und auch körperfremder Stammzellen erhofft man sich große Erfolge bei vielen verschiedenen Indikationen.

Sowohl bei Band- und Sehnenschäden, aber auch bei großflächigen oder heilungsträgen Wunden aller Art sowie zur Behandlung von Knorpel- und Knochendefekten ist der Einsatz von Stammzellen angezeigt und möglich. Mittlerweile ist die Aufbereitung von autologen (körpereigenen) Stammzellen in unserer Klinik unmittelbar und ambulant möglich. Dazu stehen uns hochmoderne Geräte zur Verfügung, die den höchsten Sicherheits- und Sterilitätsansprüchen der Humanmedizin genüge leisten. Somit ist auch eine ambulante Behandlung möglich.


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